Der 1. Vorstand besteht aus Hans Eckhardt (Vorsitzender),
Gerhard Ludemann (2. Vorsitzender), Paul Weiden (Kassierer) und Richard
Schöpe (Fischmeister). Noch auf der Gründungsversammlung tritt
Gottfried Müller als 8. Mitglied dem Verein bei.
3.05.1949
Der ASV Rath-Heumar wird unter der Registernummer 122 beim Amtsgericht
Köln in das Vereinsregister eingetragen. Der Jahresbeitrag beträgt
ganze 6,--DM.
1.01.1952
Ein erster Pachtvertrag über 3 von den Rheinischen Kies- und Sandwerken
(Firma Schulze & Co) kommerziell genutzter Baggerseen ist ein wichtiger
Meilenstein auf dem Weg zu "eigenen" Gewässern.
18.10.1952
Nach dem Tode von Hans Eckhardt wird Gottfried Müller zum 1. Vorsitzenden
gewählt. Er bekleidet dieses Amt fast 25 Jahre lang, bis zum Frühjahr
1977.
1.01.1961
Die Stadt Porz hat die ehemalige Kiesgrube (Steinweg - Wikinger Str.)
von der Erbengemeinschaft von Stein gekauft, um dort ihren Regenwasserkanal
einzuleiten. Mit dem neuen Eigentümer wird ein Pachtvertrag abgeschlossen.
16.04.1964
Seit 1960 wird auch nördlich des Alten Deutzer Postweges Kies abgebaggert.
Jetzt kann ein Pachtvertrag mit der kath. Kirchengemeinde St. Cornelius
abgeschlossen werden.
17.06.1966
Die Errichtung des Anglerheimes am neuen Vereinsgewässer ist abgeschlossen.
Es ist seither Versammlungsraum für offizielle und festliche Anlässe
und für anglerische Veranstaltungen.
Sommer 1968
Im Weiher westl. des Steinweges erkrankt der gesamte Fischbestand mit
Parasiten. Ein Neubesatz wird erforderlich.
Ende 1970
Ein weiterer Rückschlag: In einem Gewässer sind die Schleifsandablagerungen
auf dem Seeuntergrund so mächtig geworden, daß die Flora und
mit ihr die Fauna dieses Gewässers gänzlich zugrunde gegangen
ist. Das Gewässer wird aufgegeben.
26.02.1972 - 25.03.1972
In wochenlanger Arbeit werden durch die Mitglieder des ASV Rath-Heumar
10.000 Baum- und Strauchsetzlinge auf den frisch rekultivierten Böschungen
am "Kirchengewässer". angepflanzt.
März 1973
Ein harter Winter hat zu erheblichen Verbißschäden an den jungen
Kulturen geführt. Ca. 6000 Baum- und Strauchsetzlinge müssen
nachgepflanzt werden.
31.12.1975
Mit der Liquidation der Rheinischen Kies- und Sandwerke und dem Verkauf
des Geländes an die Firma Schröder beginnt zugleich die Verfüllung
der ehemaligen Kiesgruben südlich des Alten Deutzer Postweges. Der
ASV Rath-Heumar mit seinen nur 40 Mitgliedern sieht sich außerstande,
die astronomischen Pachtforderungen des neuen Eigentümers aufzubringen
und verzichtet auf einen neuen Pachtvertrag. Später wird der ASV
Holweide das Gewässer anpachten.
9.01.1984
Die Rekultivierungsbemühungen des ASV Rath-Heumar um das "Kirchengewässer"
werden von der Stadt Köln durch die Verleihung des Umweltschutzpreises
1983 gewürdigt.
9.03.1990
Der ASV Rath-Heumar bemüht sich um die Übernahme einer ehemals
landwirtschaftlich genutzten Fläche nördlich des Kirchengewässers,
um den Eintrag von Düngemittel aus diesem Bereich zu verhindern.
Man beschließt, auf einem Teil der Fläche eine
Streuobstwiese anzulegen.
11.01.1991
Die Initiative "Sportler für die Umwelt" der RWE und GEW
verleiht dem Verein für das Projekt Streuobstwiese einen 1. Preis.
Dezember 1991
Fehleinleitungen in den Regenwasserkanal führen zu einem großen
Fischsterben im Tageskartenweiher. Der Verein schlägt bei den zuständigen
Behörden Alarm und bemüht sich um Schadensminimierung. 3 Monate
lang laufen rund um die Uhr 2 Kaskadenlüfter, um dem See den zur
Regeneration notwendigen Sauerstoff zuzuführen.
Im Rahmen einer vom Amt für Stadtentwässerung
durchgeführten Untersuchung der gesamten Trennkanalisation in Heumar
werden 15 Fehleinleiter (Schmutzwasser in den Regenwasserkanal) festgestellt
und beseitigt.
28.08.1993
Die Stadt Köln verleiht dem ASV Rath-Heumar für das Projekt
"Streuobstwiese" den Umweltschutzpreis 1993. Dies ist nach 1983
das 2. Mal, daß der Verein mit dieser Auszeichnung seitens der Stadt
Köln geehrt wird.
Herbst 1993
Erstmals tauchen große Kormoranschwärme an den Vereinsgewässern
auf. Sie hausen wie die "Heuschrecken im alten Ägypten".
Herbst 1994
Die Kormoranschwärme fallen erneut ein.
15.12.1994
Durch Zufall orten Mitglieder auf dem Grund des "Kirchengewässers"
ein versenktes Autowrack, das dort schon längere Zeit liegen muß.
Wochenlang versuchen Taucher der Bereitschaftspolizei und der Berufsfeuerwehr
Köln, das Fahrzeug zu bergen - ohne Erfolg.
Erst den Tauchern der belgischen Streitkräfte (3.
Bataillon Genie PI Nageurs de Combat) gelingt es mittels eigens für
diesen Fall hergestellter Gerätschaften, die Schlammassen um das
Wrack abzupumpen und es dann zu bergen.
Herbst 1995
Schwärme von bis zu 100 Kormoranen besuchen in den Morgenstunden
die Vereinsgewässers. Gleichzeitig geht der Fang an Weißfischen
von 287 kg (1993) auf nur 11 kg (1995) zurück.